06.04.2018
Auferstehung

Kommt da noch was? Oder ist alles aus, wenn wir gestorben sind? Das ist eine der großen Fragen, mit denen sich der christl. Glaube beschäftigt.

Schon Jesus hat über diese Frage nachgedacht und gestritten. Und dann wurde sie besonders wichtig, als Jesus starb. Sollte es das gewesen sein mit diesem Jesus von Nazareth, auf den so viele Menschen so große Hoffnung setzten? Kurz nach seinem Tod jedenfalls spürten, hörten, sahen seine Jünger, Männer und Frauen: Er ist nicht tot. Er ist uns nahe, bleibt bei uns alle Tage bis an der Welt Ende. Seitdem glauben viele Menschen an das Leben, das nicht mit dem Sterben endet.

 

Und wir in heutiger Zeit?

Viele Vorstellungen der ersten Christen sind für uns nicht mehr denkbar. Die toten Körper werden nicht wieder lebendig und in den Himmel aufsteigen. Schon lange ist es deswegen kein Problem mehr für Christen, wenn Angehörige nach dem Sterben eingeäschert werden.

Es ist klar: wir wissen nicht, wie es nach dem Tod weitergeht.

Wir glauben aber eins: Wenn Gott die Welt erschaffen hat (und was anderes ist kaum vorstellbar, s. Schöpfung), dann ist es ein Gott der Liebe. Denn es gibt die Liebe auf der Welt und die wird wohl kaum ohne einen liebenden Gott entstanden sein. Solche göttliche Liebe kann doch nicht beschränkt sein auf 80 oder 90 Erdenjahre. Schon gar nicht auf kürzere Zeiten, wenn z.B. ein Kind stirbt.

Spätestens als das erste unschuldige Kind gestorben ist, hat Gott den Himmel eröffnet und diesem ersten toten Kind einen himmlischen Empfang bereitet. Das ist natürlich eine sehr menschliche, naive Vorstellung. Aber wie eine Welt ohne Gott schwer vorstellbar ist, ist auch ein Gott schwer vorstellbar, dem die Menschen, wenn sie sterben (egal in welchem Alter) völlig gleichgültig sind.


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Der Auferstandene. Fensterbild in der Georg-Marien Kirche  Darstellung der Auferstehung in der Ilfelder Kirche